Rückführung des Botanischen Garten und Integration in die FU wurde beschlossen: Ein Erfolg des gewerkschaftlichen Kampfes gegen prekäre Beschäftigung im Verantwortungsbereich des Landes Berlin

ver.di Berlin Brandenburg hat folgende Pressemitteilung veröffentlicht:Botanischer Garten

„Botanischer Garten und Botanisches Museum:

Freie Universität will Beschäftigte der Betriebsgesellschaft wieder in die FU eingliedern 

Das Präsidium der Freien Universität hat kürzlich beschlossen, den Gemeinschaftsbetrieb und die Betriebsgesellschaft für den Botanischen Garten und das Botanische Museum (ZE BGBM mbH) aufzulösen und die Beschäftigten der Betriebsgesellschaft zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die Freie Universität überzuleiten und einzugliedern. Erstmöglicher Zeitpunkt könnte der 01.01.2018 sein. „Ich begrüße diese Entwicklung und vertraue auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Ein Betrieb eine Belegschaft ist ein Gewinn für alle“, sagte Ronald Tamm, ver.di-Vertrauensmann am Botanischen Garten. 

Die Geschäftsführung der Betriebsgesellschaft teilte den Beschäftigten zudem inzwischen mit, dass dieser Schritt einen Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums Berlin darstellt. 

„Wir stehen konstruktiven und fairen Verhandlungen offen gegenüber. Hierfür ist es notwendig, dass ausnahmslos alle Beschäftigten mit fairen Verträgen in die Freie Universität überführt werden“, so der Betriebsratsvorsitzende der Betriebsgesellschaft, Lukas Schmolzi.“

Damit wurde gezeigt, dass durch den gewerkschaftlichen Kampf, den Aufbau von Betriebsgruppen, Bildung von Tarifkommission, Tarifverhandlungen und den Einsatz aller gewerkschaftlichen Mittel, bis hin zum Streik, erfolgreich Ausgliederungen bekämpft und Rückführung durchgesetzt werden können.

Es bestätigt sich die Erfahrung, dass die Arbeitnehmer in den gewerkschaftlichen Kämpfen Erfolge erzielen können.

Wir wissen aber auch, dass zum Beispiel bei der Charité Tochter, CFM, und den Vivantes Töchtern, VSG und Therapeutische Dienste, diese Fragen aktuell auf der Tagesordnung stehen. Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, hat auf dem 1. Mai angekündigt: „Und es ist ganz deutlich, dass wir ernst machen … die Zeit des Outsourcings und der Privatisierung ist vorbei. Und die CFM wird in dieser Legislaturperiode wie angekündigt in die Charité eingegliedert werden, mit Tarifbindung. Wir haben das zugesagt und wir werden das auch machen, dass die KollegInnen zu uns und zum Land Berlin gehören.“

Bisher stagnieren aber die Verhandlungen auf allen Ebenen. Zu Recht fordern die KollegInnen von Charité und Vivantes, endlich die Aufnahme von ernsthaften Verhandlungen für die Überführung der KollegInnen in die entsprechenden Muttergesellschaften.

Wir erleben aber auch den massiven Druck auf unsere Gewerkschaften, die Anforderungen der Schuldenbremse und der Deregulierung der Arbeitsverhältnisse zu respektieren, d.h. das Gebot der Lohnkostensenkung und Deregulierung der Arbeitsverhältnisse – und die Forderungen und gewerkschaftlichen Kämpfe dem anzupassen. Das geht soweit, dass private wie öffentliche Arbeitgeber mit der Androhung des Streikverbots für gewerkschaftliche Kämpfe gegen Entlassungen, Ausgründungen und für mehr Personal vorgehen (wie z.B. bei der VSG).

Über diese Fragen wollen wir mit Delegierte aus anderen Bundesländern, die in gleichen Kämpfen stehen, auf der Arbeitnehmerkonferenz am 17.Juni 2017 von 13 bis 17 Uhr in Berlin diskutieren, die Erfahrungen austauschen und Lehren daraus ziehen. Außerdem sind KollegInnen aus Frankreich und Polen eingelkaden.

Weitere Informationen und Anmeldungen über GotthardKrupp@t-online.de

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