Schluss mit dem Kaputtsparen der Krankenhäuser – Streiks und Kundgebungen

 Berlin, 15.9.2017

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

es geht um das Gesundheitswesen, welches durch die

  • Gesetzgebung der Bundesregierungen (DRG-System) und
  • die Verweigerung der notwendigen Investitionsmittel und der zusätzlichen Finanzierung von „mehr Personal“ durch Bund und Länder

kaputtgespart wurde. 162. 000 Stellen fehlen in den Krankenhäusern, Tarifflucht, Outsourcing und prekäre Arbeit greifen um sich.

Die KollegInnen bei der Charité haben mit ihrem Streik für mehr Personal und dem Abschluss eines Tarifvertrages Gesundheitsschutz bundesweit ein Signal gesetzt. Im August sind sie erneut in den Streik getreten, nachdem sie um die „mehr Stellen“ betrogen wurden, die sie glaubten mit dem Tarifvertrag erkämpft zu haben.

Die KollegInnen der Charité Tochter, CFM, wie auch die KollegInnen der Vivantes Töchter VSG und VTD haben mit ihren Streiks und Kämpfen die Rückführung bzw. den TVöD auf die Tagesordnung gesetzt.

Alle haben eine Erfahrung: notwendig ist der Einsatz aller gewerkschaftlichen Kampfmittel bis hin zum Streik, um die Forderungen erfolgreich durchzusetzen und entsprechende politische Entscheidungen zu erkämpfen.

In den nächsten Tagen werden die KollegInnen zum Streik und zwei Kundgebung aufgerufen. Diese sollten zum Stützpunkt werden für den gewerkschaftlich organisierten gemeinsamen Streik aller KollegInnen im Krankenhausbereich. Denn das ist die Kraft, die das Kaputtsparen der Krankenhäuser beenden kann.

Alle Beschäftigte der Charité sind am Montag, den 18. September erneut von ver.di zum Streik für einen „verbesserten Tarifvertrag Gesundheitsschutz“ aufgerufen.  (siehe Streikaufruf September 2017) Die Streiklokale sind in der Westhalle im Benjamin Franklin, Glashalle am Virchow-Klinikum, Foyer Innere Medizin Sauerbruchweg 3 am Campus Mitte.

Am Dienstag, den 19. September um 17.00 Uhr, ruft ver.di zu einer Kundgebung vor dem Bundesministerium für Gesundheit in Berlin, Friedrichstr. 108, 10117 Berlin. Zur Kundgebung gibt es ab 15 Uhr eine Demonstration vom Streiklokal am Virchowklinikum. (Berlin entlast)

Am Mittwoch, den 20.September, von 8.30 bis 9.30 ruft der Vivantes ver.di-Kampagnenrat zur Kundgebung in der Aroser Allee auf, um anlässlich der Aufsichtsratssitzung von Vivantes Flugblatt  zu fordern:

  • Jetzt Investitionskosten beim Senat einzufordern und Budget für mehr Personal einzusetzen
  • Sofort Tarifverhandlungen bei der VSG mit dem Ziel, den TVöD abzuschließen
  • Sofort Rückführungen der Tochtergesellschaften, beginnend mit der VSG und VTD

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unterstützt, wo Ihr könnt, die KollegInnen und ver.di beim Streik und den Demonstrationen,

mit kollegialen Grüßen

Arbeitskreis gegen Deregulierung & Privatisierung

Für unabhängige Arbeitnehmerpolitik –

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