Ein Akt gegen das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung und Streik!

Geschäftsführung entscheidet Outsourcing bei der Charité Tochter CFM!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen der Charité / CFM,

ihr seid mitten im Tarifkampf und jetzt damit konfrontiert, dass die Geschäftsführung offensiv euren Kampf für den TVöD zerschlagen will. Dazu will sie eure gewerkschaftliche Organisierung angreifen. So haben sie einen Werkvertrag mit der Firma „GO! Logistik Express“ abgeschlossen, die ca. 25 Mitarbeiter entsandt hat, um aktive, streikbereite Kolleg*innen zu ersetzen. Es fanden schon Gespräche eines „Personaldienstleisters“ mit Mitarbeitern der Charité / CFM statt, mit dem klaren Auftrag, die entsprechenden Mitarbeiter sofort rauszukaufen. „Wieviel müssen wir zahlen, damit Sie den Betrieb sofort verlassen?.Überall in der Charité / CFM werden Kolleg*innen eingeschüchtert mit den Worten: „Wenn Ihr Euch bei ver.di organisiert, verliert ihr Euren Arbeitsplatz.“

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

In Deutschland haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das im Grundgesetz verankerte Recht auf gewerkschaftliche Organisierung. Genauso gibt es das Recht auf gewerkschaftlichen Kampf und Streik für einen Tarifvertrag. Diese erneute Ausgliederung von Arbeiten ist kein Akt, der irgendwelchen ökonomischen Zwängen oder Notwendigkeiten folgt, sondern einzig und allein eine gewerkschaftsfeindliche Maßnahme, mit dem Ziel, die bestehenden gewerkschaftlichen Strukturen zu zerschlagen.

Deshalb ist euer Warnstreik notwendig und berechtigt.

Jetzt muss das Land Berlin, der Senat handeln!

Der Eigentümer der Charité / CFM, das Land Berlin, vertreten durch den Berliner Senat muss sofort intervenieren und die Rücknahme dieser Ausgründungen der Arbeiten veranlassen, die Beschäftigungsverhältnisses der betroffenen Kolleg*innen garantieren, sowie den Stopp der Angriffe auf die gewerkschaftlichen Rechte anweisen.

Die von ihrem Arbeitsplatz weggesperrten Kolleg*innen der Charité / CFM, deren Stellen von fremden Werkvertragsbeschäftigten besetzt wurden, sind wieder an ihrem regulären Arbeitsplatz zu beschäftigen..

Außerdem handelt die Geschäftsführung voll und ganz gegen die politische Beschlusslage der Koalition, die den „vollständigen Verzicht auf konzernfremde Aufgabenauslagerungen oder Drittdienstleistungen“ vorsieht, weitere Ausgliederung und Ausgründung „allein mit dem Ziel, sich aus Tarifbindungen zu lösen, unterbindet“, sowie einen Tarifvertrag, der an den TVöD heranführt. Dafür wurde auch die Charité / CFM zu 100% in öffentliche Hand zurückgeführt.

Keiner kann akzeptieren, dass ein Tarifvertrag nur für einen Teil der Belegschaft gilt und ein anderer Teil arbeitslos wird.

TVöD für ALLE!         Und wenn wir ALLE sagen, meinen wir ALLE.

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