Erster Gemeinsamer Streik von Charité und Vivantes

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am 30.9.2020 ruft ver.di die Kolleg*innen von Charité und Vivantes zu einer gemeinsamen Warnstreikdemo auf:

Um 09:00 Uhr: Treffen am „Neptunbrunnen“ beim Roten Rathaus; dort Auftaktkundgebung mit Reden des ver.di-Landesbezirksleiters Frank Wolf und der stellvertretenden Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann.

Um 10:00 Uhr: Streikdemo zum Pariser Platz (über Grunerstr./Leipziger Str./Wilhelmstr./Behrenstr/ Unter den Linden)

11:15 Uhr: Abschlusskundgebung mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Werneke.

Parallel findet die Streikwache der Charité-Tochter CFM vor dem Virchow-Klinikum statt. Und der Vivantes Betriebsrat hat am 30. September zu einer Teilbetriebsversammlung der Tochtergesellschaften von Vivantes eingeladen.

Die Einheit aller Beschäftigten von Charité und Vivantes verwirklicht sich um die gemeinsamen Forderungen.

Das Krankenhaus ist EIN Betrieb – es hat EINE Belegschaft, die EINEN Tarifvertrag braucht, und das ist der TVöD.

Gemeinsam für:

  • Endlich mehr Personal in allen Bereichen der Krankenhäuser!
  • Endlich ausreichende Finanzierung von Investitionen in den Krankenhäusern!
  • Endlich Schluss mit den Ausgliederungen! Rückführung der Tochterbetriebe!
  • Endlich eine tabellenwirksame Aufwertung aller Gesundheitsberufe!

Geschäftsführer drohen: Der Streik gefährde Patienten! Ver.di und die streikenden Kolleg*innen würden unverantwortlich handeln.

Wer handelt unverantwortlich?

Es ist der Normalzustand und nicht der Streik, der die Patienten gefährdet!

Die Arbeitgeber hatten für die „Notbesetzung“ nur Vorschläge für zu garantierende Besetzungen gemacht, die üblicherweise im „Normalbetrieb“ vorzufinden sind. Damit aber wird das Streikrecht ausgehebelt. Schon im „Normalbetrieb“ ist der Personalmangel so groß, dass er einer Notdienstbesetzung entspricht. Das ist verantwortungslos!

Die Geschäftsführungen respektieren also weder das im Grundgesetz verankerte Streikrecht, noch ergreifen sie Maßnahmen für eine qualifizierte, verantwortliche Gesundheitsversorgung der Patient*innen.

Es sind die Kolleg*innen, die durch ihren Kampf für ihre Forderungen

mit ihrer Gewerkschaft ver.di die Krankenhäuser und

die öffentliche Daseinsvorsorge verteidigen!

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