Dokumentation: Solidarität mit den Kolleg*innen der CFM

Inmitten von Tarifverhandlungen, an denen zuletzt auch ein Vertreter des Senats und die Geschäftsführung der Charité selbst teilgenommen haben, wurden Mitte Oktober zwei der vier ehrenamtlichen Mitglieder der von der ver.di-Tarifkommission gewählten Verhandlungskommission von der Geschäftsführung der Charité Facility Management GmbH (CFM) entlassen. Eine weitere Kollegin dieser Verhandlungskommission erhielt eine Abmahnung.

Das anti-gewerkschaftliche Vorgehen der CFM-Geschäftsführung ist auf breite Empörung gestoßen und hat eine enorme Welle der Solidarität mit den betroffenen Kollegen ausgelöst.

Dies belegt eine am 8. Januar veröffentlichte Dokumentation auf 36 A4-Seiten.

Sie wurde von Gewerkschaftskolleg*innen zusammengestellt, die die Unterschriftensammlung für die betroffenen Kolleg*innen initiiert haben. Bis zum Jahresende 2020 hat diese die Unterstützung von über 500 Unterzeichner*innen gefunden. Die mit Namen und Funktionen zur Veröffentlichung freigegebenen Unterschriften zeigen die breite Resonanz aus den Krankenhäusern, aber auch von vielen anderen gewerkschaftlich – nicht nur in ver.di Berlin – aktiven Kolleg*innen. Zahlreiche Solidaritätsschreiben aus Unikliniken, Gewerkschafts- und Parteigliederungen – auch bundesweit – vervollständigen das Bild der Solidarität in dieser Broschüre.

So versteht sich auch, dass ein Brief der von der Charité-CFM gekündigten Kollegen Daniel Turek und Christian Haberland „An die Unterstützer*innen der Kampagne gegen unsere Kündigung“ am Anfang der Dokumentation steht, ebenso wie die „Erklärung der vier“, d.h. der Mitglieder der ver.di-Verhandlungskommission. Stellungnahmen und Beschlüsse der ver.di-Tarifkommission, des Bezirksfachbereichs- und des Landesbezirksfachbereichs Gesundheit von ver.di Berlin und anderer Gremien folgen im ersten Drittel der Broschüre.

An die Dokumentation der Solidaritätsbekundungen anschließend, befindet sich in einem dritten Teil eine kurze Darstellung der Entwicklung der CFM GmbH seit deren Ausgründung 2006. Die aufgelisteten Tätigkeiten und deren Umfang der über 2.500 tariflos Beschäftigten zeigen, dass die Charité ohne diese Kolleg*innen keine Charité wäre. Es folgt eine ausführliche Chronik der Tarifauseinandersetzung der letzten Jahre, in der vor allem deutlich wird, dass die Geschäftsführung in dieser Zeit zunehmend zu repressiven arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindlichen Mitteln gegriffen hat – gerade auch während der Streiks. Die Entlassungen waren der unrühmliche Höhepunkt einer skandalösen Entwicklung.

Drei abschließende Seiten dienen der Information, welche dazu beitragen sollen, die politischen Hintergründe und die Einordnung der antigewerkschaftlichen Methoden bei der CFM verständlicher zu machen, vor allen für alle, die keine oder geringe Kenntnisse über die Tarifauseinandersetzung bei der CFM für den „TVöD für alle“ und über den Kampf für die Rückführung dieses Tochterunternehmens in die Charité haben.

Solange die Entlassungen und Abmahnung nicht zurückgenommen sind, wird die Solidaritätskampagne für die Kolleg*innen kein Ende finden. Die Dokumentation versteht sich als ein Betrag und Mittel, diese Kampagne durch umfangreiche Informationen zu untermauern und dadurch zu verstärken.

Volker Prasuhn

Bezug der Dokumentation (36 Seiten im A4 Format):

Bezug auch über GotthardKrupp@t-online.de; ein Spendenbeitrag in Höhe von 5 Euro (oder jeder nach seinen Möglichkeiten) für die gedruckte Ausgabe ist erwünscht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s