Verantwortungsvolle Gesundheitsversorgung verlangt

Verantwortungsvolle Gesundheitsversorgung verlangt

Mehr Personal, also sofortige Einstellung von zusätzlichem Personal

TVöD für Alle

Ausreichende Finanzierung der Krankenhäuser

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir sind weiterhin mitten in der Pandemie, in einer wahrscheinlich noch größeren dritten Welle. Es droht ein neuer, harter Lockdown, gerechtfertigt u.a. damit, dass sonst die Krankenhäuser sehr schnell wieder an ihre Kapazitätsgrenzen geraten, weitere Tausende Menschen sterben werden.

Die Krankenhäuser waren schon vor der Pandemie am Limit und stehen jetzt seit über einem Jahr im Ausnahmezustand.

 Statt Maßnahmen zu ergreifen, um die die Pandemie einzudämmen geschieht das Gegenteil:

* weitere Krankenhäuser sollen geschlossen werden, wie in Berlin der rot-rot-grüne Senat das Wenckebach-Klinikum, das auch Covid-19 Patient*innen versorgte, schließen will;

* öffentliche Krankenhäuser werden verkauft, wie das Brandenburger Klinikum Niederlausitz an den privaten Sana-Konzern;

* Stellen im Krankenhaus werden abgebaut, wie in Bremen, wo  eine linke Senatorin 400 Stellen im Krankenhaus abbauen will;

* Krankenhäusern wird zusätzliches Personal verweigert und die Arbeitsbedingungen werden so verschlechtert, dass allein von Mai bis Juni 2020 insgesamt 9000 Pflegekräfte aus dem Beruf geflohen sind;

* weiterhin wird den Tochterbeschäftigen der TVöD verweigert, der bundesweite Helios-Konzern will eine „Reallohn-Senkung“ verordnen und weitere Ausgliederungen werden forciert;

* öffentliche Krankenhäuser, die die Hauptlast der Pandemiebekämpfung getragen haben, werden in die Insolvenz getrieben.

Kann man mit dieser Politik eine Pandemie in den Griff bekommen und langfristig flächendeckend eine gute Krankenversorgung aller Bundesbürger gewährleisten?

Nein, das ist verantwortungslose Regierungspolitik, die die Pandemie nicht eindämmen wird.

Es bleibt nur der Weg, den Kampf für die Wiederherstellung der Krankenhäuser zu führen,

* für Tests und Impfung aller Krankenhausbeschäftigen;

* für die sofortige Einstellung von zusätzlichem Personal, um die Kolleg*innen zu entlasten;

* für den TVöD für Alle und Integration aller Tochterbeschäftigten in den Betrieb;

* für die volle Ausfinanzierung der Krankenhäuser durch Bundes- und Landesregierung!

 Auf einer Videokonferenz haben sich 700 Beschäftigte von Charité und Vivantes mit ihrer Gewerkschaft entschieden, einen Tarifkampf für „Mehr Personal“ und „TVöD für Alle“ zu führen.

Dafür werden sie sich der Unterstützung der ganzen Bevölkerung sicher sein, da es um die Sicherstellung einer zuverlässigen und  verantwortungsvollen Gesundheitsversorgung in Berlin für alle geht.

Und die ersten Schritte dazu wurden eingeleitet.

* Es wird einen Tarifkampf Entlastung geben, um den Krankenhaus-Beschäftigten zu ermöglichen ihren Beruf wieder verantwortlich ausüben zu können. Das geht nur über die sofortige Einstellung von zusätzlichem Personal.*Þ Es laufen die Verhandlungen zum TVöD bei den Töchtern von Vivantes

* Bei der Charité –Tochter, CFM, steht der Tarifabschluss bevor, der einen Schritt aus dem Niedriglohn darstellt.

* Bisher wird dem Labor, dem gemeinsamen Betrieb von Charité und Vivantes, die Teilnahme an den Tarifverhandlungen für den TVöD verweigert. Das ist nicht zu akzeptieren, sie werden für ihr Recht kämpfen.

Dies ist ein Kampf, den wir  gemeinsam führen!

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