TVöD für alle Vivantes Töchter

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Fast einstimmig haben die ver.di Mitglieder bei der CFM, die an der Abstimmung teilgenommen haben, den Tarifabschluss bestätigt. Es ist ein historischer und hart erkämpfter Sieg der Belegschaft. Er wurde errungen gegen eine Geschäftsführung, die bis zuletzt mit allen Mitteln versucht hat, den Abschluss zu verhindern. Der Tarifabschluss bedeutet eine kräftige Reallohnerhöhung für alle, ein großer Schritt aus dem Niedriglohn und es ist ein Tarifvertrag auf dem Weg zum TVöD. Das sieht die Belegschaft genauso!

Nach 15 Jahren Kampf ist es das Ende einer tarifvertragsfreien Zone.

Umso unverständlicher ist es, dass der eigentliche Arbeitgeber, der Berliner Senat, es zulässt, dass die Vivantes Geschäftsführung die Verhandlungen der Töchter bei Vivantes für den TVöD verschleppt.

Dabei ist die Sachlage völlig klar. In der Koalitionsvereinbarung heißt es: „Die Koalition setzt sich dafür ein, (…) dass auch für Landesunternehmen und ihre Tochterunternehmen, die bisher noch nicht tarifgebunden sind, zügig mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung und der Angleichung an den TVöD Tarifverträge abgeschlossen werden.“  Das Abgeordnetenhaus hat in seinem Auflagenbeschluss vom Dezember 2018 eindeutig festgehalten, dass entweder der TVöD umgesetzt wird oder die Tochterbetriebe in den Mutterbetrieb zurückgeführt werden.

Die Verhandlungen haben auf der Basis des TVöD begonnen, werden inzwischen aber verzögert und gestalten sich langwierig. Dabei zeigt die Geschäftsführung keine Bereitschaft konkret zu verhandeln, wann der TVöD für alle Vivantes Töchter eingeführt wird.

Die Geschäftsführung von Vivantes will nicht die Beschlusslage des Abgeordnetenhauses und der Koalition umsetzen.

Aber sie will spalten.  Die strikte Weigerung der Vivantes-Geschäftsführung, das Labor Berlin mit an diesen Tarifverhandlungen zu beteiligen, ist nicht nachvollziehbar. Das Labor Berlin ist ein gemeinsamer Tochterbetrieb von Charité und Vivantes mit bestehenden Lohnunterschieden bis zu 1000 Euro für die gleiche Tätigkeit.

Wer hat das entschieden, Senat oder Abgeordnetenhaus?  Es ist absolut inakzeptabel, die tariflosen Beschäftigten von Labor Berlin von den Verhandlungen zu einem Tarifvertrag auszuschließen.

Deshalb fordern wir den Senat als eigentlicher Arbeitgeber auf, dafür Sorge zu tragen:

Þ dass das Labor Berlin in die Verhandlungen einbezogen wird!

Þ dass ernsthafte Verhandlungen für den TVöD für alle Beschäftigten in den Tochtergesellschaften von Vivantes geführt und  noch vor den Abgeordnetenhauswahlen abgeschlossen werden.

Kommt zur Diskussion mit den Abgeordneten

am 29. April 2021, von 17-19 Uhr.

Videokonferenz auf Webex.

Melde Dich an über gremien.bb@verdi.de

den Zugangslink für das digitale Treffen bekommst Du zeitnah vor der Videokonferenz per Mail zugeschickt.

Einladung unter:

https://www.ga-prekaere-arbeit.de/

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