Tarifkämpfe: Für die Verteidigung des Reallohns plus

Beschäftigte im Öffentlichen Dienst mit ihrer Gewerkschaft ver.di:
Wir brauchen 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens 500 Euro monatlich

Postler*innen: 15 % „und können das auch durchsetzen!“

„Inflationstreiber sind der Krieg, die Sanktionen und die Preistreiberei markt-mächtiger Unternehmen,“ schreibt ver.di in seinen wirtschaftspolitischen Informationen vom Oktober 2022.

100 Milliarden für Kriegsaufrüstung reichen nicht (Kriegs-Minister Pistorius), die Wehrbeauftragte des Bundestags, Högl (SPD), fordert 300 Milliarden Euro. Über 350 Milliarden Subventionen sollen an die Konzerne fließen zur „Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft“. Rüstungs- und Energieunternehmen verbuchen Rekordprofite.

Bezahlt wird mit einer Politik weiterer sozialer Grausamkeiten – mit immer schärferer Kaputtsparpolitik gegen den Öffentlichen Dienst, Krankenhäuser, Schulen und Kommunen…

Für fast alle Beschäftigten, Angestellte, Beamte und auch Pensionäre stellt sich die Frage, wie sie angesichts der hohen Energiekosten, stark gestiegenen Lebensmittelpreisen und Mieten über die Runden kommen sollen. Im November 2022 stieg die Teuerung sogar auf 10 %.  Der Reallohnverlust erreichte im Jahr 2022 historisch hohe 4,7%.

Die Beschäftigten bei der Post sind sehr unterdurchschnittlich bezahlt, viele im befristeten Arbeitsverhältnis. Der Weltkonzern Post erwartet für 2022 einen Rekordgewinn von 8,4 Milliarden Euro für die Anteilseigner – die Bilanz lohnender Überausbeutung.

„Was Gerechtigkeit angeht, ist die Ampel blind“, so ver.di Chef Frank Werneke

Mit staatlichen und aus der Arbeitersozialkasse geförderten Einmalzahlung, – d.h., ein Almosen-Bonus statt tariflich gesicherte Lohnerhöhung, will Scholz erneut Lohnforderungen und vor allem das Tariflohnergebnis drücken. Mehr als 325.000 Mitglieder von ver.di haben sich an der ver.di-Umfrage zur Unterstützung der Forderung 10,5 % und 500 Euro monatlich mindestes beteiligt. Streikwelle bei der Post: mehrere 10.000e sind dem Aufruf von ver.di zu den Warnstreiks gefolgt!

Die Kampfbereitschaft ist da – die Kolleg*innen setzen damit ein Zeichen für alle Kolleg*innen

für die Verteidigung unserer Kaufkraft, unserer Lebensexistenz, für die Befreiung aus Armutslöhnen, gegen die Massenverarmung und soziale Not

Für tarifvertraglich vereinbarte inflationssichere Reallöhne plus!


Streiks und Demos in vielen Ländern Europas: Gegen den Krieg – gegen den sozialen Krieg gegen das Volk!

Frankreich 28. Januar:  

2,8 Millionen gegen die „brutale“ Rentenreform im Streik und auf der Straße: „Milliarden für unsere Renten, für den öffentlichen Dienst, für unser Leben, für den Frieden – Nein zu den Milliarden für den Krieg!“

Massenstreiks in Großbritannien:

„Der Kampf ist eng verbunden mit dem Kampf gegen die Regierungen, die einen sozialen Krieg führen, um die Arbeitnehmer die ganze Last der kriegerischen Eskalation tragen zu lassen“ (Gewerkschafter auf der Konferenz „Stop the War“ Millionen Beschäftigte streiken für mehr Lohn, bessere Arbeitsbedingungen und für das Streikrecht.  „Wenn Sie eine Kampagne zur Erhöhung der Militärausgaben führen, führen sie eine Kampagne gegen die Ausgaben für Bildung, Gesundheit oder Industrie, die Sozialversicherung oder für die Industrie.“ (Andrew Murray, Gewerkschafter Unite, Vizepräsident der Koalition „Stop the War“).


Einladung zur Veranstaltung am Samstag, 4. März 2023, 14-18 Uhr

Waffenstillstand sofort! Nein zum Krieg – Nein zum sozialen Krieg gegen das Volk!“

Anmeldung in weitere Infos über GotthardKrupp@t-online.de

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