Einladung zur Berliner Arbeitnehmerversammlung am 19. März 2017

Über zwei Monate nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus müssen wir die Bilanz ziehen, dass die Entscheidungen für die notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung und Finanzierungen der dringendsten Forderungen bis heute verweigert werden: sie seien unbezahlbar!

Nicht nur wird die Rücknahme der Therapeutischen Dienste GmbH in die Muttergesellschaft weiter verweigert und stagnieren die Tarif-Verhandlungen bei der Charité Tochter CFM und VSG. Mit ihrem Hausverbot greift die Geschäftsführung des Krankenhaus Friedrichshain jetzt direkt die Kolleginnen und ihre Gewerkschaften an. Die Verantwortung für diese nicht zu akzeptierende Eskalation des Konfliktes trägt der SPD-geführte rot-rot-grüne Senat.

Gleichzeitig kann nicht übersehen werden, dass die gewerkschaftlichen Aktionen an Kraft gewinnen: Am letzten Mittwoch fand der gemeinsame Streik der Kolleginnen der Charite Tochter, CFM, und der Vivantes-Tocher VSG statt. Auf der Kundgebung vor der Vivantes-Zentrale demonstrierten mit ihnen Kolleginnen der Therapeutischen Dienste GmbH, und es wurden Grußadressen von Musikschulen, vom Botanischem Garten,  sowie der AfA verlesen. Auch Vertreter der studentischen Hilfskräfte sprachen und berichteten für ihren Kampf für ihre Tarifforderungen und gegen prekäre Arbeit an der Uni.

Die Urabstimmung bei den Bodenverkehren nach den zwei erfolgreichen Warnstreiks war eindeutig: 98,6 % der ver.di Mitglieder votierten für Streik. Das ist ein unübersehbares Signal dafür. dass die Kolleginnen den Niedriglohnsektor und prekäre Arbeit überwinden wollen.

Die KollegInnen können und werden sich nicht mit vagen Versprechungen von Lohnerhöhungen oder Aufhebung der Befristung abspeisen lassen. Sie wollen mit ihren Gewerkschaften für ihre berechtigten Forderungen kämpfen und auch streiken: für die Aufhebung jeder Form prekärer Arbeit und von Ausgründungen, für die (Re-)Integration in Tarifverträge, „TVöD für alle“, für einen Tarifvertrag für „mehr Personal“ an den Krankenhäusern …

Die gesellschaftliche Mehrheit will, dass Schluss gemacht wird mit der sozial-zerstörerischen Agenda-Politik der Großen Koalition und ihrer Umsetzung in den Ländern und Kommunen.

In dieser Situation kommt der Diskussion der in unseren politischen und gewerkschaftlichen Kämpfen aufgeworfenen Fragen auf der Berliner Arbeitnehmerversammlung eine noch größere Bedeutung zu.

Deshalb kommt zur Berliner Arbeitnehmerversammlung am 19. März 2017, 13 bis 17 Uhr.


Diese Einladung steht hier als PDF-Datei zum Download bereit.


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